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Klasse A und B gleichzeitig lernen: 5 Dinge, die du vorher wissen solltest

Theorie-Apps Team
Klasse A und B gleichzeitig lernen: 5 Dinge, die du vorher wissen solltest

Quelle: Unsplash

Klasse B und Klasse A gleichzeitig machen ist möglich. Es ist sogar sinnvoll, wenn du sowohl Auto als auch Motorrad fahren willst. Aber gleichzeitig bedeutet nicht identisch.

Beide Klassen teilen denselben Grundstoff. Beide nutzen denselben TÜV/DEKRA-Fragenkatalog für die allgemeinen 20 Grundstofffragen. Aber die 10 klassenspezifischen Fragen sind grundlegend verschieden, und die Praxisprüfungen sind vollständig getrennte Veranstaltungen.

Laut TÜV-Verband werden jährlich Millionen von Theorieprüfungen abgelegt, darunter ein erheblicher Anteil für Motorradklassen. Wer beide Klassen macht, braucht eine klare Strategie und eine App, die beide vollständig abdeckt. Diese 5 Fakten helfen dir, den Überblick zu behalten.


Fakt 1: Die Theorieprüfung musst du für jede Klasse separat ablegen

Das ist der erste Punkt, der viele überrascht. Wer Klasse A und Klasse B machen will, legt zwei separate Theorieprüfungen ab. Nicht eine kombinierte. Nicht eine längere. Zwei vollständige Prüfungen à 30 Fragen, 45 Minuten, maximal 10 Fehlerpunkte.

Es gibt allerdings eine wichtige Erleichterung: Wenn du innerhalb von 12 Monaten beide Theorieprüfungen ablegst und eine davon bereits bestanden hast, musst du bei der zweiten Prüfung nur die klassenspezifischen Fragen ablegen. Die 20 Grundstofffragen entfallen. Das nennt sich “Quereinsteiger-Regelung” oder “verbundene Theorie”.

Das konkret: Wer erst Klasse B besteht und dann innerhalb von 12 Monaten Klasse A ablegt, muss in der zweiten Prüfung nur 10 Fragen beantworten, nicht 30. Diese 10 Fragen sind ausschließlich die Klasse-A-spezifischen Fragen zu Motorrad, Schutzausrüstung, Motorradtechnik und typischen Motorradsituationen.

Das ist eine erhebliche Erleichterung und spart Zeit beim Lernen. Wer die Grundstofffragen für Klasse B gründlich gelernt hat, muss sie für Klasse A nicht nochmal lernen. Er konzentriert sich nur auf den Klasse-A-spezifischen Teil. Für die App-Vorbereitung bedeutet das: Nutze den Themenfilter deiner App, um gezielt die Klasse-A-Fragen zu üben. Theorie24 GOLD und ClickClickDrive erlauben beide das gezielte Filtern nach Klasse.

Die 12-Monats-Frist beginnt mit dem Datum der bestandenen ersten Theorieprüfung. Wer diese Frist verpasst, muss bei der zweiten Klasse wieder den vollständigen Bogen mit 30 Fragen ablegen. Das ist kein Drama, aber es bedeutet mehr Lernaufwand. Deshalb lohnt es sich, die Prüfungen zeitlich zu koordinieren.


Fakt 2: Der Grundstoff ist identisch, aber die klassenspezifischen Fragen sind vollständig verschieden

Das ist die strukturelle Grundlage, die alles andere bestimmt. Der Fragenkatalog der Theorieprüfung besteht aus zwei Teilen: 20 Fragen aus dem gemeinsamen Grundstoff für alle Klassen, und 10 Fragen aus dem klassenspezifischen Teil für jede Klasse einzeln.

Der Grundstoff für Klasse A und Klasse B ist identisch: Verkehrszeichen, Vorfahrtregeln, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Alkohol und Drogen, Fahrzeugtechnik allgemein, Verhalten bei Unfällen, Umwelt und Energie. Wer den Grundstoff für Klasse B gelernt hat, kennt ihn auch für Klasse A. Das ist der Vorteil der Quereinsteiger-Regelung in der Praxis.

Die 10 Klasse-A-spezifischen Fragen betreffen ausschließlich Motorrad-relevante Themen: Schutzausrüstung und Helmpflicht, Motorradtechnik (Bremssysteme, Motorentypen, Reifentypen), das Fahrverhalten bei Kurven und schlechter Fahrbahn, typische Motorradunfallsituationen, das Verhalten bei Bremsmanövern auf dem Motorrad und die physikalischen Besonderheiten von Motorrädern im Vergleich zu PKW.

Diese Fragen kann man nicht aus dem Klasse-B-Katalog lernen. Sie existieren dort nicht. Wer in der App für Klasse A lernt, muss in den Einstellungen auf Klasse A umschalten, damit die richtigen klassenspezifischen Fragen erscheinen. Wer das vergisst und die gesamte Lernzeit in Klasse-B-Modus verbringt, sieht die Klasse-A-Fragen erst in der echten Prüfung zum ersten Mal. Das ist ein vermeidbarer Fehler.

Für die Prüfungssimulation gilt dasselbe: Mache Klasse-A-Simulationen im Klasse-A-Modus, nicht im Klasse-B-Modus. Nur dann sind die 10 klassenspezifischen Fragen in der Simulation enthalten. Theorie24 GOLD hat 77 Musterbögen für Klasse A, separat von den Klasse-B-Bögen.


Fakt 3: Klasse A hat ein gestuftes Mindestalter, das du kennen musst

Das ist ein häufig übersehener Punkt, der den gesamten Plan verzögern kann, wenn man ihn nicht kennt.

Klasse AM (Mopeds bis 45 km/h): Mindestalter 16 Jahre.

Klasse A1 (leichte Motorräder bis 125 ccm, bis 11 kW): Mindestalter 16 Jahre.

Klasse A2 (Motorräder bis 35 kW): Mindestalter 18 Jahre. Das ist die häufigste Einstiegsklasse für junge Fahrer.

Klasse A (unbeschränkt, alle Motorräder): Mindestalter 24 Jahre direkt. Alternativ 21 Jahre, wenn man mindestens 2 Jahre A2-Erfahrung nachweist.

Das bedeutet: Wer mit 18 anfängt und sowohl Klasse B als auch Klasse A (unbeschränkt) haben will, muss warten. Mit 18 ist maximal Klasse A2 möglich. Mit 20 nach 2 Jahren A2 kann man zu Klasse A wechseln. Direkt zu Klasse A ohne A2-Vorerfahrung ist erst mit 24 möglich.

Wer dagegen Klasse A2 ausreichend findet, kann das mit 18 gleichzeitig mit Klasse B machen.


Fakt 4: Welche App beide Klassen vollständig abdeckt

Für das gleichzeitige Lernen von Klasse A und Klasse B braucht man eine App, die beide Klassen im selben Kauf enthält und einfach zwischen ihnen umschalten kann.

ClickClickDrive deckt alle Klassen ab, bestätigt in der Play-Store-Beschreibung: “Support for all license categories: AM, A1, A2, A, B, BE.” Wenn deine Fahrschule ClickClickDrive nutzt und sowohl Klasse A als auch Klasse B anbietet, schaltet die Schule beide Klassen für dich frei. Du kannst in der App zwischen Klasse A und Klasse B wechseln und jeweils den spezifischen Katalog für die Klasse üben.

Theorie24 GOLD unterstützt ebenfalls alle Klassen inklusive A1, A2, A und B laut App-Store-Eintrag. Der Einmalkauf von 9,99 Euro schließt alle Klassen ein. In den App-Einstellungen kannst du die Klasse wechseln. Das macht Theorie24 GOLD zur besten Option für alle, die ohne Schulcode beide Klassen parallel lernen wollen. Mehr im vollständigen Theorie24-Test.

Die ADAC-App ist auf Klasse B ausgerichtet. iTheorie hat Klasse A, aber es lohnt sich vor dem Kauf zu prüfen, welche A-Unterklassen genau enthalten sind.


Fakt 5: Die Praxisprüfungen sind vollständig getrennt und haben unterschiedliche Fahrbedingungen

Das ist der Punkt, bei dem die Parallelstrategie auf ihre Grenzen stößt. Die Theorieprüfung kann man strukturell parallel vorbereiten. Die Praxisprüfungen nicht.

Die Klasse-B-Praxisprüfung findet im PKW statt, dauert mindestens 45 Minuten und beinhaltet Stadtverkehr, Überlandfahrt und Autobahnstrecke. Der Fahrlehrer sitzt daneben und bewertet.

Die Klasse-A-Praxisprüfung findet auf dem Motorrad statt, dauert ebenfalls mindestens 45 Minuten und beinhaltet einen Langsamfahrkurs auf dem Übungsplatz (Slalomfahrt, Achter fahren) sowie Straßenfahrt im realen Verkehr. Dazu kommt eine technische Fahrzeugkontrolle: Der Prüfling muss zeigen, dass er die Sicherheitskontrolle am Motorrad durchführen kann.

Das bedeutet: Zwei verschiedene Fahrlehrer, zwei verschiedene Fahrzeuge, zwei verschiedene Prüfungstermine, zwei verschiedene Prüfungsgebühren von jeweils 130 Euro. Die Kosten und der Zeitaufwand verdoppeln sich für den Praxisteil erheblich.

Dazu kommt ein weiterer Unterschied bei den Pflichtfahrten. Klasse B erfordert 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Nachtfahrten. Klasse A hat andere Anforderungen, darunter Pflichtübungen auf dem Motorrad-Übungsplatz. Beide Sätze von Pflichtfahrten müssen absolviert werden, keiner kann entfallen.

Wer beide Klassen wirklich gleichzeitig verfolgen will, muss genug Zeit für beide Ausbildungen einplanen. Viele Fahrschüler machen deshalb in der Praxis erst Klasse B vollständig fertig und beginnen Klasse A danach. Das ist pragmatischer, weil der Führerscheinprozess für Klasse B schneller abläuft und man dann mit dem Fahren anfangen kann, während Klasse A noch läuft. Die Theorievorbereitung für Klasse A kann dabei parallel zur Klasse-B-Ausbildung beginnen, das spart Zeit und nutzt die 12-Monats-Frist optimal.


Was kostet es, beide Klassen gleichzeitig zu machen?

Das ist die Frage, die viele erst stellen, wenn die Kosten aufgelaufen sind. Wer beide Klassen gleichzeitig verfolgt, zahlt doppelt für fast alles.

Theorieprüfungen: 25 Euro für Klasse B plus 25 Euro für Klasse A, macht 50 Euro nur für die Prüfungsanmeldungen.

Praxisprüfungen: 130 Euro für Klasse B plus 130 Euro für Klasse A, macht 260 Euro nur für die Prüfungsgebühren.

Fahrschulkosten: Klasse B kostet laut WirtschaftsWoche 2026 durchschnittlich 3.400 Euro. Klasse A ist teurer pro Fahrstunde, weil Motorradstunden mehr kosten als PKW-Stunden. Realistisch musst du für beide Klassen zusammen 5.000 bis 8.000 Euro einplanen.

Schutzausrüstung für Klasse A: Helm, Jacke, Handschuhe, Stiefel sind keine Pflicht beim Lernen, aber essentiell für die Praxisausbildung. Qualitativ ausreichende Ausrüstung kostet 400 bis 1.000 Euro.

Das klingt nach viel, ist aber eine einmalige Investition. Der App-Anteil ist dabei der kleinste Posten: Theorie24 GOLD für beide Klassen kostet 9,99 Euro einmalig.


Wer trotzdem beide Klassen parallel verfolgen will, hier ist die effizienteste Strategie.

Erstens: Lerne den Grundstoff einmal, gründlich und vollständig. Er gilt für beide Klassen. Wenn du Grundstoff kennst, hast du 20 von 30 Fragen in beiden Prüfungen bereits im Griff.

Zweitens: Nutze den App-Themenfilter gezielt für Klasse-A-spezifische Fragen. Theorie24 GOLD und ClickClickDrive erlauben beide das Filtern nach Klasse. Schalte in der App auf Klasse A um und übe alle spezifischen Motorradfragen, bis du sie sicher kennst. Das dauert für die meisten Lernenden 1 bis 2 Wochen täglich 20 Minuten, wenn der Grundstoff bereits sitzt.

Drittens: Lege die Klasse-B-Prüfung zuerst ab, dann Klasse A innerhalb von 12 Monaten. So profitierst du von der Quereinsteiger-Regelung. Du sparst 20 Prüfungsfragen, die du ohnehin schon kannst, und konzentrierst dich auf das Neue.

Viertens: Melde für die Praxisausbildung beide Klassen bei derselben Fahrschule an, wenn möglich. Das vereinfacht die Koordination erheblich, spart Behördengänge und der Fahrlehrer kennt bereits deine Stärken und Schwächen.

Den vollständigen Vergleich aller Apps und ihre Eignung für mehrere Klassen findest du auf der Startseite.


Häufig gestellte Fragen

Muss ich für Klasse A einen eigenen Schulcode haben?

Wenn deine Fahrschule ClickClickDrive nutzt und Klasse A anbietet, schaltet sie beide Klassen für deinen Schulcode frei. Du brauchst keinen zweiten Code. Frage bei der Anmeldung explizit: “Werden beide Klassen in meinem ClickClickDrive-Konto freigeschaltet?”

Kann ich Klasse B und Klasse A in derselben Prüfungssession ablegen?

Nein. Beides sind separate Prüfungsanmeldungen bei TÜV oder DEKRA, separate Termine und separate Gebühren von je 25 Euro. Es gibt keine kombinierte Theorieprüfung für mehrere Klassen gleichzeitig.

Was ist die Quereinsteiger-Regelung genau?

Wenn du innerhalb von 12 Monaten nach Bestehen einer Theorieprüfung eine weitere Klasse prüfst, musst du bei der zweiten Prüfung nur die 10 klassenspezifischen Fragen beantworten, nicht die 20 Grundstofffragen. Das gilt nur, wenn beide Klassen denselben Grundstoff teilen, zum Beispiel A und B, nicht aber für vollständig verschiedene Klassen wie B und D.

Welche App empfiehlst du für Klasse A und B gleichzeitig?

Theorie24 GOLD für 9,99 Euro einmalig: Alle Klassen in einem Kauf, einfaches Umschalten in den Einstellungen, kein Schulcode nötig, sofort verfügbar. Mehr im vollständigen Theorie24-Test. Wenn deine Fahrschule ClickClickDrive nutzt und beide Klassen anbietet: ClickClickDrive kostenlos mit Schulcode. Mehr im vollständigen ClickClickDrive-Test.

Unterscheiden sich die Kosten für Klasse A stark von Klasse B?

Ja erheblich. Die Theorieprüfung kostet jeweils 25 Euro. Die Praxisprüfung jeweils 130 Euro. Dazu kommen doppelte Fahrschulkosten. Klasse A hat zusätzlich Pflichtübungen auf dem Motorrad-Übungsplatz, die mit PKW-Fahrstunden nicht verglichen werden können. Plane für beide Klassen zusammen realistisch 5.000 bis 8.000 Euro ein.

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