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Wer den Führerschein macht, muss nicht nur die Regeln kennen, die seit Jahrzehnten gelten. Er muss auch die Regeln kennen, die in den letzten Jahren neu eingeführt wurden. Denn die kommen in der Prüfung genauso.
Am 1. April 2025 hat der TÜV-Verband das bislang umfangreichste Katalog-Update seit Jahren veröffentlicht. Neue Fragetypen, neue Themen, neue rechtliche Regelungen. Wer sich auf eine Prüfung vor April 2025 vorbereitet hat und es nicht auf Anhieb geschafft hat, lernt beim zweiten Anlauf möglicherweise mit veralteten Inhalten.
Diese 6 neuen Themen sind seit April 2025 offizieller Bestandteil des Führerschein-Fragenkatalogs in Deutschland. Sie kommen in der echten Prüfung vor. Wer sie nicht kennt, riskiert Fehlerpunkte.
Thema 1: Videofragen als neuer Fragetyp
Das ist die strukturell wichtigste Änderung im April-2025-Update. Erstmals enthält der offizielle TÜV/DEKRA-Katalog Abbildungsfragen in Form von kurzen Videoclips. Statt einer statischen Grafik zeigt die Prüfungsoberfläche am Terminal einen kurzen animierten Clip, der eine Verkehrssituation zeigt. Danach muss eine Frage zur Situation beantwortet werden.
Das ist ein vollständig anderer Fragetyp als alles, was vorher im Katalog war. Statische Bilder sind passiv. Ein Video läuft ab, und die Situation entwickelt sich in Echtzeit. Man muss erkennen, was passiert, was gleich passieren wird und wie man reagieren soll. Das erfordert eine andere Art der Konzentration als das Lesen einer Textfrage.
Was das für die Prüfungsvorbereitung bedeutet: Wer diese Fragen noch nie in einer App geübt hat, begegnet einem unbekannten Frageformat zum ersten Mal unter Prüfungsdruck. Das ist einer der Hauptgründe, warum die Durchfallquote nach Einführung neuer Katalog-Updates vorübergehend steigt. Das Wissen ist vorhanden, aber das Frageformat ist fremd.
ClickClickDrive und Theorie24 GOLD haben beide die Videofragen in ihre Apps integriert. Bei ClickClickDrive sind sie im normalen Lernmodus und in Prüfungssimulationen enthalten. Wenn du bereits eine dieser Apps nutzt und noch keine Videofragen gesehen hast, stelle sicher, dass die App auf der aktuellen Version läuft. Bei veraltetem Stand erscheinen keine Videofragen, weil die alten Katalogversionen diesen Fragetyp nicht kennen.
Wie du Videofragen übst: Behandle sie wie alle anderen Fragen, aber gib dir bewusst Zeit für jeden Clip. Lass den Videoclip vollständig ablaufen, pausiere mental und frage dich: Was sehe ich? Was passiert gleich? Wer hat Vorfahrt? Gibt es ein Gefahrenpotenzial? Dann beantworte die Frage. Dieser kurze strukturierte Denkprozess trainiert das Verhalten in der echten Prüfung und verhindert überhastet falsche Antworten unter Zeitdruck.
Thema 2: THC-Grenzwert 3,5 ng/ml Blutserum
Das ist die rechtlich wichtigste Änderung seit Jahren. Seit dem 22. August 2024 gilt in Deutschland ein neuer Grenzwert für THC (Tetrahydrocannabinol, der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis) beim Führen von Kraftfahrzeugen: 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum.
Vorher gab es keinen gesetzlich definierten Grenzwert. Jede messbare THC-Menge im Blut konnte zu einer Ordnungswidrigkeit führen, was zu erheblicher Rechtsunsicherheit führte. Mit dem neuen Grenzwert gilt: Unter 3,5 ng/ml keine Ordnungswidrigkeit für nüchterne Fahrer. Ab 3,5 ng/ml: Ordnungswidrigkeit, mindestens 500 Euro Bußgeld, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte.
Für bestimmte Gruppen gilt weiterhin 0,0-Toleranz: Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 Jahren müssen vollständig THC-frei sein. Diese Regelung gilt unabhängig vom allgemeinen Grenzwert. Ein 19-Jähriger, der Cannabis konsumiert hat und am nächsten Tag mit einem Wert von 1,5 ng/ml fährt, begeht trotzdem eine Ordnungswidrigkeit.
Diese Regelungen sind seit April 2025 fester Bestandteil des Theorieprüfungs-Fragenkatalogs. Typische Prüfungsfragen: Ab welchem THC-Wert liegt eine Ordnungswidrigkeit vor? Was gilt für Fahranfänger? Darf man Cannabis-Konsum und das Fahren kombinieren, wenn man am nächsten Tag scheinbar nüchtern ist? Welche Strafe droht ab 3,5 ng/ml?
Wer diese Zahlen nicht kennt, der weiß die Antworten nicht. Und wer mit einer App vor August 2024 oder vor April 2025 gelernt hat, hat diese Regelung möglicherweise nie in der App gesehen. Das ist keine kleine Randnotiz, sondern ein Thema, das in der Prüfung mit mehreren Fragen vertreten ist und potenziell mehrere Fehlerpunkte kosten kann.
Thema 3: E-Scooter-Regelungen im Straßenverkehr
E-Scooter sind seit 2019 in Deutschland zugelassen. Seit 2025 sind sie fester Bestandteil des Führerschein-Fragenkatalogs, weil sie im Stadtverkehr zu einer festen Größe geworden sind und viele Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht kennen.
Die prüfungsrelevanten E-Scooter-Regelungen im Überblick: E-Scooter dürfen nur auf Radwegen und Straßen fahren, nicht auf Gehwegen. Das Mindestalter für das Fahren ist 14 Jahre. Eine Fahrerlaubnis ist nicht erforderlich, aber empfohlen. Helmpflicht besteht nicht, aber eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht (erkennbar an der Versicherungsplakette). Der Promillegrenzen gelten wie für Autofahrer: 0,5 Promille, ab 0,3 Promille bei auffälligem Fahren Straftat.
E-Scooter-Fragen in der Prüfung betreffen typischerweise: Wo dürfen E-Scooter fahren? Was passiert bei Alkohol am E-Scooter? Dürfen zwei Personen auf einem E-Scooter fahren? (Nein.) Was gilt an Haltestellen? Müssen E-Scooter bei Dunkelheit beleuchtet sein? (Ja, Beleuchtungspflicht gilt.)
Diese Fragen klingen einfach, werden aber von vielen Prüflingen falsch beantwortet, weil die Regelungen nicht intuitiv sind und sich teilweise von den PKW-Regeln unterscheiden. Wer einen Führerschein macht und E-Scooter als irrelevant für seine Prüfung abgehakt hat, wird in der Prüfung überrascht.
Thema 4: Fahrassistenzsysteme und ihre Grenzen
Moderne Fahrzeuge sind mit Assistenzsystemen ausgestattet, die es vor zehn Jahren noch nicht gab: Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Abstandstempomat, Einparkassistent, Toter-Winkel-Warner. Diese Systeme verändern das Fahren erheblich, aber sie heben die Verantwortung des Fahrers nicht auf.
Der April-2025-Update enthält neue und aktualisierte Fragen zu diesen Systemen. Typische Prüfungsfragen: Was tut ein Notbremsassistent und wann greift er ein? Übernimmt er die vollständige Kontrolle? (Nein, er bremst zusätzlich, der Fahrer muss trotzdem reagieren.) Was tut ein Spurhalteassistent bei Baustellen ohne klare Markierungen? (Er kann überfordert sein und der Fahrer muss übernehmen.) Darf man sich auf den Abstandstempomaten verlassen und einschlafen? (Nein, absolut nicht.)
Die Kernbotschaft der Führerscheinprüfung zu Fahrassistenzsystemen ist immer dieselbe: Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer, sie ersetzen ihn nicht. Der Fahrer bleibt jederzeit verantwortlich. Diese Botschaft zieht sich durch alle entsprechenden Fragen und ist der zentrale Lernpunkt für dieses Themengebiet.
Für die App-Vorbereitung: Suche in der Themenliste deiner App nach “Fahrassistenz”, “Assistenzsysteme” oder “Sicherheitssysteme”. Wenn du dieses Thema nicht findest oder nur sehr wenige Fragen dazu siehst, hat die App möglicherweise den neuen Katalog nicht vollständig integriert.
Thema 5: Pedelecs und Lastenräder als neue Verkehrsteilnehmer
Elektrisch unterstützte Fahrräder (Pedelecs) und Lastenräder haben den deutschen Stadtverkehr in den letzten Jahren stark verändert. Seit April 2025 sind sie explizit im Fragenkatalog vertreten.
Die wichtigsten Unterscheidungen: Ein normales Pedelec unterstützt bis 25 km/h und gilt als Fahrrad. Es benötigt keinen Führerschein, keine Zulassung, keine Kennzeichen. Ein Speed-Pedelec unterstützt bis 45 km/h und gilt als Kraftfahrzeug. Es braucht Zulassung, Kennzeichen und mindestens einen Mofa-Führerschein.
Typische Prüfungsfragen: Was ist der Unterschied zwischen Pedelec und Speed-Pedelec? Wo darf ein Pedelec fahren? Darf es auf Radwegen fahren? Was gilt für Lastenräder mit elektrischer Unterstützung?
Diese Regelungen sind für PKW-Fahrer relevant, weil sie ihnen beim Fahren begegnen. Wer nicht weiß, dass ein normales Pedelec auf dem Radweg fahren darf und ein Speed-Pedelec auf der Straße, macht möglicherweise Fehler im Umgang mit diesen Verkehrsteilnehmern. Zum Beispiel: Ein Autofahrer, der ein Speed-Pedelec auf dem Radweg sieht und überholt, ohne zu wissen, dass das Speed-Pedelec eigentlich auf der Straße fahren müsste, handelt möglicherweise falsch.
Für die Prüfungsvorbereitung gilt: Suche in der Themenliste deiner App gezielt nach “Pedelec”, “E-Bike” oder “Fahrrad elektrisch”. Wenn du dieses Thema nicht findest, hat die App möglicherweise den neuen Katalog nicht vollständig integriert. ClickClickDrive und Theorie24 GOLD haben diese Themen in ihren aktuellen Versionen vollständig abgedeckt.
Thema 6: Führerscheinreform und digitale Entwicklungen
Das letzte neue Thema ist weniger spezifisch als die anderen, aber trotzdem prüfungsrelevant: Aktuelle Entwicklungen rund um den Führerschein selbst. Dazu gehören Fragen zum Umtausch alter Papierführerscheine, zu den Gültigkeitsdauern von EU-Kartenführerscheinen (15 Jahre) und zu den geplanten Reformen der Fahrausbildung.
Im April-2025-Update wurden Fragen aktualisiert, die sich auf die aktuellen Fristen für den Umtausch beziehen. Kartenführerscheine aus den Zeiträumen 2002 bis 2004 müssen bis zum 19. Januar 2027 umgetauscht sein. Wer das nicht tut, fährt mit einem nicht mehr gültigen Dokument.
Wenn du mehr zu den geplanten Reformen erfahren willst, die ab 2027 kommen sollen, erklärt unser Artikel über die Führerscheinreform 2027 die wichtigsten geplanten Änderungen im Detail.
So bereitest du dich gezielt auf die neuen Themen vor
Die sechs neuen Themen sind nicht gleichmäßig über den Katalog verteilt. Videofragen und THC-Regelungen sind besonders prüfungsrelevant, weil sie häufig als Grundstofffragen kommen, also in den 20 allgemeinen Fragen jeder Prüfung.
Die beste Strategie: Arbeite diese Themen gezielt in der App ab. Nutze den Themenfilter um ausschließlich Fragen zu E-Scootern, zu THC, zu Fahrassistenz und zu Videofragen zu üben. Bevor du in die allgemeine Prüfungssimulation gehst, stelle sicher, dass du in jedem dieser Themenbereiche einen Trefferquoten von über 90 Prozent hast.
Dann mache vollständige Simulationen. Theorie24 GOLD hat 77 Musterbögen, alle mit aktuellem Katalog. ClickClickDrive hat die offizielle TÜV/DEKRA-Prüfungsoberfläche mit Videofragen. Beide ermöglichen es, die neuen Fragetypen unter realistischen Bedingungen zu üben, bevor man sie in der echten Prüfung zum ersten Mal sieht.
Wichtig: Lies die Erklärungen. Besonders bei den neuen Themen wie THC-Grenzwert und Fahrassistenzsystemen ist das Verstehen des Prinzips wichtiger als das Auswendiglernen einer Antwort. Die Prüfungsfragen können in leicht abgewandelter Form kommen, und wer das Prinzip kennt, erkennt auch die Variante. Mehr dazu, welche Apps die besten Erklärungen bieten, findest du in unserem vollständigen Vergleich auf der Startseite.
Die Antwort ist klar: Alle Apps, die nach April 2025 aktualisiert wurden und TÜV/DEKRA-lizenziert sind.
ClickClickDrive hat das Update vollständig integriert. Die Play-Store-Beschreibung bestätigt: “You can learn the questions in all official translations of TÜV/Dekra.” Damit sind alle Fragetypen inklusive Videofragen und alle neuen Themen abgedeckt. Mehr im vollständigen ClickClickDrive-Test.
Theorie24 GOLD nennt explizit im App-Store-Eintrag die Gültigkeit für 2026 mit aktuellem Katalogstand. Alle 77 Musterbögen spiegeln den April-2025-Katalog wider. Mehr im vollständigen Theorie24-Test.
Fahrschule.de, iTheorie und die ADAC-App haben das Update ebenfalls integriert, bestätigt durch ihre Versionsverlauf-Einträge nach April 2025.
Den vollständigen Vergleich aller 9 Apps mit Preis, Funktionen und Empfehlung findest du auf der Startseite.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Fragen zu diesen neuen Themen kommen in der Prüfung?
Das ist nicht öffentlich kommuniziert. TÜV und DEKRA veröffentlichen den Katalog, aber nicht die genaue Häufigkeit einzelner Themen. Jede Prüfung ist ein individuell zusammengestellter Bogen aus dem gesamten Katalog.
Darf man Cannabis konsumieren und am nächsten Tag noch fahren?
Das hängt vom individuellen THC-Abbauprozess ab. Der Grenzwert von 3,5 ng/ml ist eine Blutserum-Konzentration, keine Zeitangabe. Für Fahranfänger und unter-21-Jährige gilt 0,0-Toleranz, das heißt kein Cannabis vor dem Fahren, unabhängig vom zeitlichen Abstand.
Muss ich als E-Scooter-Fahrer auch einen Führerschein haben?
Für normale E-Scooter bis 25 km/h: Nein. Für Speed-Pedelecs bis 45 km/h: Ja, mindestens AM-Führerschein (früher Mofa-Führerschein). Und für PKW-Fahrer: Die E-Scooter-Regeln kommen in der Führerscheinprüfung, weil man als Autofahrer mit E-Scooter-Fahrern im Verkehr zusammentrifft.
Welche App ist am besten für die neuen Themen?
Alle TÜV/DEKRA-lizenzierten Apps mit Stand nach April 2025. ClickClickDrive und Theorie24 GOLD sind die beiden umfangreichsten und am besten dokumentierten Optionen.
→ Alle 9 Apps im Vergleich | ClickClickDrive im vollständigen Test
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